Schröpfen / Schröpftherapie
Entgiftung des Bindegewebes zur Wiederherstellung bzw. Unterstützung seiner natürlichen Fähigkeiten für Reparatur von Zellen und Abbau von schädlichen Stoffen.
Schröpfen hilft dem Bindegewebe zurück zur vollen Leistungsfähigkeit
Eine Entgiftung und Ausleitung ist die Basis jeder naturheilkundlichen Therapie. Besonders bei chronischen Erkrankungen ist sie essentiell. Schlackenstoffe im Bindegewebe müssen mobilisiert werden. Das Bindegewebe kann man sich wie einen überfüllten Mülleimer vorstellen. Stoffwechselreste und Toxine überlagern das Bindegewebe und stören es in seiner Funktion. Das Bindegewebe soll lebendig sein, hier sollen Reparatur- und Abbauprozesse stattfinden. Ein gesundes Bindegewebe sollte die Organe optimal versorgen können. Schröpfen entlastet und ist u.a. eine sehr wohltuende Möglichkeit, seine Verspannungen los zu werden.
Anspannung, Verspannung, Schmerz, Dysregulation
Beschwerden, die durch Schröpfen gelindert werden können
- akute und chronische Entzündungen, z.B. Nasennebenhöhlenentzündung, Angina tonsilliaris
- Atemwegs- und HNO-Erkrankungen, z.B. Asthma bronchiale, akute und chronische Bronchitis, Mittelohrentzündung
- Erkrankungen des Verdauungsapparats, z.B. Gastritis, Verdauungsbeschwerden, Diabetes, Gallen- und Leberprobleme
- Erkrankungen des Bewegungsapparates, z.B. Rückenschmerzen, steifer Nacken, Hexenschuss, Osteoporoseschmerzen, Gelenkschmerzen, Rückenschmerzen bei Knochenmetastasen
- Karpaltunnelsyndrom
- Narben (enstörend)
- Schwächezustände, z.B. Hypotonie, chronische Müdigkeit
- Hormonelle Störungen, z.B. schmerzhafte Periode, PMS, allgemeine Zyklusbeschwerden, PCO-Syndrom, Kinderwunsch, Wechseljahrsbeschwerden, nach schwerer Geburt oder Kaiserschnitt, Libidoverlust
- Hypertonie
- Depressionen
- Kopfschmerzen und Migräne
- Nierenprobleme
- Schilddrüsen- Erkrankungen
- funktionelle Herzbeschwerden
Schröpfen FAQ
Nach einer Beurteilung des Rückens und Erfühlen von Unebenheiten, Verhärtungen (= Gelosen) oder tiefen schmerzhaften Punkten (sog. Triggerpunkte) werden Gläser auf den Rücken gesetzt und mit einer Vakuumpumpe ein Sog erzeugt. Dadurch wird das Gewebe nach oben gezogen und Blutgefäße erweitern sich. Je nach Befund wird entschieden, welche Schröpfart für Sie geeignet ist. Man unterscheidet zwischen heißen/ roten Gelosen, kalten/ blassen Gelosen und Übergangsgelosen.
Es wird zwischen dem trockenen Schröpfen, dem blutigen Schröpfen und der Schröpfkopfmassage unterschieden. Die Schröpfgläser werden meist auf die Head'sche Zone* des Rückens gesetzt.
*Head'sche Zone = Hautregionen des übertragenen Schmerzes.
Jede Hautzone kann man einem bestimmten inneren Organ zuordnen. Das lässt sich durch die embryonale Entwicklung des Menschen erklären. Wer z.B. eine Nierenkolik hat, leidet auch oft an Schmerzen in der Schulter. Durch die Sogwirkung werden die Reflexzonen der Organe aktiviert und die lokale Durchblutung angeregt. Weitere positive Effekte sind:
- Verbesserung des Lymphflusses und des Stoffwechsels
- Lockerung von Verspannungen und Verhärtungen (Gelosen)
- Linderung von Schmerzen
- Anregung des Immunsystems
- Positive Beeinflussung der Reflexzonen, die mit den inneren Organsysteme in Verbindungen stehen
- Anregung des Immunsystems
- Harmonisierung des Nervensystems
Kalte Gelosen werden trocken geschröpft. Die Hautareale befinden sich in einem sog. 'Leere-Zustand'. Es fehlt ihnen an Energie und der Blutfluss ist gestört. Sie sind klein, kalt und nur bei tiefem Druck schmerzhaft. Oft stehen sie in Verbindung mit chronischen Erkrankungen. Die Haut wird nicht verletzt. Durch den Sog wird das Bindegewebe wieder besser durchblutet, der Stoffwechsel wird angeregt und somit erlangt das Bindegewebe wieder mehr an Energie.
Heiße Gelosen werden blutig geschröpft. Die Hautareale befinden sich in einem sog. 'Fülle-Zustand' bzw. weisen auf eine Abflussstörung hin. Sie sind warm, prall und oberflächlich tastbar. Der Schmerz lässt beim tiefen Druck nach. Die Haut wird mit einer sterilen Lanzette leicht angepiekst. Anschließend setzt man die Gläser auf die entsprechenden Stellen und erzeugt ein Vakuum. Hierbei fließt jetzt Blut und Gewebewasser aus den Austrittsstellen heraus. Die Schad- und Giftstoffe können so aus dem Gewebe geleitet werden. Man spürt eine deutliche Entlastung und ein Nachlassen der Schmerzen.
“Wo die Natur einen Schmerz erzeugt, dort will sie schädliche Stoffe ausleeren. Und wo sie dies nicht selbst fertig bringt, dort mach´ein Loch in die Haut und lasse die schädlichen Stoffe heraus.”
(Paracelsus, 1493-1541)
Bei der Schröpfkopfmassage werden die behandelten Stellen mit Öl eingerieben. Anschließend setzt man die Schröpfgläser an und gleitet mit ihnen über die Haut. Das Schröpfen hat den Effekt einer Bindegewebsmassage. Geeignet ist diese besonders für Sportler mit Muskelkater oder auch allgemein, um die Durchblutung anzuregen. Die erzeugte Wärme wird als sehr angenehm empfunden.
Nahezu keine. Es kommt zu kleinen Blutergüssen, die aber nach wenigen Tagen verschwinden.
Interesse geweckt?
In einem ausführlichen Aufklärungsgespräch entscheiden wir, ob diese Behandlung das Richtige für Sie ist.